App installieren
Welcher Weg für dich der richtige ist, hängt davon ab, wo deine Business-Central-Umgebung läuft.
Voraussetzungen
- Business Central 26 oder neuer.
- Ein Benutzer mit ausreichenden Rechten zum Installieren von Erweiterungen (online: Administrator im Microsoft-365-Tenant; OnPrem: Benutzer mit
SUPER-Berechtigung, der Apps auf der BC-Server-Instanz veröffentlichen darf). - Für Business Central Online und uneingeschränkte OnPrem-Netze sind keine Firewall-Anpassungen nötig. Wenn du AutoFlow OnPrem hinter einem ausgehenden Proxy oder einem Egress-Filter betreibst, beachte die Netzwerkanforderungen am Ende dieser Seite.
Business Central Online (SaaS) — über AppSource
- Melde dich an deiner Business-Central-Umgebung an.
- Öffne den Erweiterungs-Marketplace (Suche nach Erweiterungs-Marketplace in der Tell-Me-Leiste).
- Suche dort nach AutoFlow von mse Software GmbH oder öffne den AppSource-Eintrag direkt unter marketplace.microsoft.com/.../autoflow.
- Wähle Jetzt herunterladen und folge dem AppSource-Dialog. Du wirst aufgefordert,
- die Nutzungsbedingungen zu akzeptieren und
- die Umgebung auszuwählen, in der AutoFlow installiert werden soll.
- AppSource installiert AutoFlow sowie die erforderlichen Komponenten. Die Installation läuft im Hintergrund und kann einige Minuten dauern.
- Öffne anschließend die Zielumgebung und fahre mit Produkt aktivieren fort.
AutoFlow wird pro Umgebung installiert. Wenn du mehrere Umgebungen betreibst (z.B. Sandbox und Produktion), installiere AutoFlow in jeder Umgebung separat, in der du es nutzen möchtest.
Business Central OnPrem — über das mse-Download-Portal
-
Öffne das AutoFlow-Download-Portal unter support.mse365.de/support/solutions/57000022346 und lade den passenden AutoFlow-Release für deine Business-Central-Version herunter. Das Archiv enthält die
.app-Dateien von AutoFlow sowie aller erforderlichen Abhängigkeiten. -
Kopiere die
.app-Dateien auf den Business-Central-Server. -
Öffne auf dem Server eine Business Central Administration Shell (PowerShell) und veröffentliche die Apps:
Publish-NAVApp -ServerInstance <DeineInstanz> -Path "<pfad>\AutoFlow.app" -PackageType Extension -SkipVerificationWiederhole den Schritt für jede
.app-Datei im Paket. Installiere zuerst die Abhängigkeiten, anschließend AutoFlow selbst. -
Synchronisiere und installiere die App in jedem Mandanten, in dem du AutoFlow nutzen möchtest:
Sync-NAVApp -ServerInstance <DeineInstanz> -Name "AutoFlow" -Version <Version> -Tenant <TenantId>
Install-NAVApp -ServerInstance <DeineInstanz> -Name "AutoFlow" -Version <Version> -Tenant <TenantId> -
Fahre mit Produkt aktivieren fort.
Bei einer Single-Tenant-Installation ersetzt du <TenantId> durch default.
Nach der Installation
Nach Abschluss der Installation ist AutoFlow im System vorhanden, aber noch nicht aktiv. Beim Öffnen der meisten Rollencenter erscheint eine Benachrichtigung, die dich zur Aktivierung auffordert. Das nächste Kapitel führt dich durch diesen Schritt.
Berechtigungssätze
AutoFlow liefert diese Berechtigungssätze aus. In BC erscheinen sie unter ihrer ID (Spalte Berechtigungssatz unten), die Beschriftung steht in Klammern:
| Berechtigungssatz | Für wen | Was er gewährt |
|---|---|---|
| mse365 AF ALL (AutoFlow Basic) | jeder interaktive AutoFlow-Benutzer | minimaler Satz, der nötig ist, um Flows auszuführen und den Aktivierungsstatus zu sehen — bewusst klein gehalten, ohne eigene Tabellenzugriffe auf Lizenzdaten |
| mse365 AF-CO SUB MGT (AutoFlow Subscription Management) | Admins / Power-User | Aktivierungs-Assistent, Paketbuchung, Rechnungsdaten bearbeiten, Gutschein einlösen — alles, was zur Verwaltung von Abonnements nötig ist |
| mse365 AF Integr. (AutoFlow Integration (S2S)) | Microsoft-Entra-Anwendungen (Service-to-Service) | alles, was ein Flow zur vollständigen Ausführung braucht, wenn ihn ein nicht-interaktiver Aufrufer auslöst — siehe Service-to-Service-Aufrufer unten |
Öffne Benutzer-Berechtigungssätze und weise allen AutoFlow-Anwendern mse365 AF ALL zu. Den ein bis zwei Personen, die Abonnements verwalten, gibst du zusätzlich mse365 AF-CO SUB MGT. Bestehende Berechtigungssätze für Finanz- oder IT-Rollen können diese Sätze über Enthaltene Berechtigungssätze übernehmen, sodass eine einzige Zuweisung alles abdeckt.
Service-to-Service-Aufrufer
Ein angemeldeter Benutzer führt Flows mit mse365 AF ALL problemlos aus, weil seine Business-Central-Lizenz den Zugriff auf die zugrunde liegenden Anwendungstabellen implizit gewährt. Eine Microsoft-Entra-Anwendung, die sich per Service-to-Service (OAuth Client Credentials) authentifiziert — der typische Aufbau für ein externes System, das einen AutoFlow-Webhook aufruft — besitzt keine solche Lizenz und damit kein Tabellenrecht. mse365 AF ALL allein reicht für sie also nicht aus.
Weise solchen Aufrufern stattdessen mse365 AF Integr. zu. Der Satz enthält mse365 AF ALL und ergänzt den Zugriff auf die Laufzeittabellen (Ausführungsstatus, den Job-Queue-Eintrag, der den Flow ausführt, sowie hinterlegte Anmeldedaten, die ein Schritt auflöst), den sonst die Lizenz beisteuern würde. Zuweisung erfolgt auf der Karte Microsoft Entra-Anwendungen der registrierten App — genauso wie bei einem Benutzer. Den vollständigen S2S-Ablauf beschreibt der Webhook-Trigger.
Netzwerkanforderungen
Dieser Abschnitt ist nur relevant, wenn du AutoFlow OnPrem hinter einem ausgehenden Proxy oder einem Egress-Filter betreibst. Auf Business Central Online erlaubt Microsoft die relevanten Hosts bereits; die meisten OnPrem-Kundennetze lassen ausgehendes HTTPS ohnehin uneingeschränkt zu – in dem Fall ist hier nichts zu tun. Wenn deine Firewall ausgehenden Verkehr einschränkt, muss sie die folgenden Hosts erlauben.
Erforderlich
| Host | Protokoll/Port | Zweck | Wann AutoFlow den Host kontaktiert |
|---|---|---|---|
licensing.mse365.de | HTTPS / TCP 443 | Produktaktivierung, Tenant-Registrierung, Paketverwaltung, Lizenzprüfung | Bei der Aktivierung, bei jedem Flow-Lauf (für einige Minuten gecacht) und beim periodischen Hintergrund-Validierungslauf |
Empfohlen
| Host | Protokoll/Port | Zweck | Wenn blockiert |
|---|---|---|---|
statics.autoflow.mse365.de | HTTPS / TCP 443 | Step-Icons und Status-Badges im Flow-Editor | Nur kosmetisch – Flows laufen weiter; der Flow-Editor verwendet ein Standard-Icon |
docs.autoflow.mse365.de | HTTPS / TCP 443 | Mehr erfahren-Links aus der App öffnen diese Doku-Seite | Die Links sind tot, sonst keine Auswirkung |
Einmalig, während der Installation
| Host | Protokoll/Port | Zweck | Wann |
|---|---|---|---|
support.mse365.de | HTTPS / TCP 443 | mse-Download-Portal – zum Herunterladen der .app-Dateien | Einmalig durch den Admin |
Hinweise
- Per Hostname freigeben, nicht per fester IP.
licensing.mse365.deläuft auf Azure mit einem Azure-managed Zertifikat; die Menge der Egress-IPs ist nicht stabil genug, um sie zu veröffentlichen. - TLS 1.2 minimum. AutoFlow nutzt den Standard-
HttpClientaus Business Central, der TLS mit dem Server aushandelt. - Ausgehender Proxy. Wenn der BC-Server den Zugriff über einen Proxy bezieht, konfiguriere den Proxy gemäß Microsoft-Vorgaben auf der BC-Server-Instanz – AutoFlow verwendet den System-Proxy automatisch.
Fehlerbehebung
- Aktivierungs-Assistent hängt oder meldet „keine Lizenz" – prüfe, ob das BC-Server-Konto
licensing.mse365.deerreichen kann. - Im Flow-Editor fehlen Step-Icons – prüfe
statics.autoflow.mse365.de. Nur kosmetisch; Flows laufen weiter.