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Datensatz einfügen

Verwende den Schritt Datensatz einfügen, um aus einem Flow heraus einen neuen Datensatz in einer beliebigen BC-Tabelle anzulegen. Du gibst die Zieltabelle und eine Liste von Feldwerten an; der Schritt schreibt den Datensatz und stellt ihn als Output für die folgenden Schritte bereit.

Ein typisches Muster: Ein vorgelagerter Parser-Schritt zerlegt eine HTTP-Antwort, und Datensatz einfügen legt aus den Werten einen Debitor, eine Verkaufszeile o. Ä. an. Feldwerte können freier Text oder SmartFields wie {{customerNo}} sein, die beim Ausführen des Schritts gegen den Flow-Kontext aufgelöst werden.

Schritt konfigurieren

Öffne den Flow-Editor, füge Datensatz einfügen ein und fülle die Konfigurationskarte aus.

Beschreibung

  • Zweck: Mach klar, welchen Datensatz dieser Schritt anlegt.
  • Wann ausfüllen: Immer. Die Beschreibung erscheint im Editor und in der Ausführungs-Historie.
  • Tipps: Benenne Tabelle und Quelle, z. B. Debitor aus CRM-Payload anlegen.

Tabelle

  • Zweck: Die Tabelle, in die eingefügt werden soll.
  • Wann ausfüllen: Pflicht. Auswahl über das Standard-Tabellen-Lookup.
  • Tipps: Beim Wechsel der Tabelle wird die Feldwerte-Liste unten zurückgesetzt und mit einer leeren Zeile pro Primärschlüsselfeld vorbelegt — du kannst die Schlüsselwerte direkt eintragen.

Trigger ausführen

  • Zweck: Entscheidet, ob BCs Standard-Insert-Logik mitläuft — die Validierungen und der OnInsert-Trigger der Tabelle.
  • Optionen:
    • Ein (Standard) — volles BC-Verhalten. Validierungen feuern, Defaults werden gesetzt, BC füllt SystemId und sonstige automatisch generierte Schlüssel.
    • Aus — der Datensatz wird so geschrieben, wie konfiguriert. Praktisch für Roh-Importe, wenn du selbst für die Werte verantwortlich bist.

Konfigurationsvorlage

  • Zweck: Optional. Den neuen Datensatz vor den expliziten Feldwerten aus einer RapidStart-Konfigurationsvorlage vorbefüllen.
  • Wann ausfüllen: Wenn der Großteil der Felder einer Vorlage entsprechen soll (z. B. einer Debitorenvorlage) und du nur einzelne Werte überschreiben möchtest.
  • Tipps: Alles, was du unter Feldwerte auflistest, überschreibt die Vorlage für dasselbe Feld. Das Lookup zeigt nur Vorlagen für die konfigurierte Tabelle; eine Vorlage für eine andere Tabelle wird beim Ausführen des Schritts abgelehnt.

Feldwerte

Eine zeilen-nummerierte Liste mit (Feld, Wert, Validieren)-Einträgen. Pro Zeile wird ein Feld auf dem neuen Datensatz gesetzt.

  • Feld — wird aus der konfigurierten Tabelle gewählt. Obsolete Felder werden ausgeblendet. Auch Blob-, Media- (Einzelbild) und ähnliche Binärfelder sind als Ziele unterstützt — siehe Abschnitt Binärfelder unten.
  • Wert — Klartext. SmartFields wie {{customerNo}} werden beim Ausführen des Schritts gegen den Flow-Kontext aufgelöst. Der aufgelöste Text wird vor der Zuweisung in den Datentyp des Feldes konvertiert (Integer, Decimal, Date, Option, Guid, …); ein nicht parsbarer Wert (z. B. "abc" in einem Decimal-Feld) bricht den Flow mit einem Fehler ab. Über den AssistEdit-Button neben der Wert-Spalte öffnet sich ein mehrzeiliger Editor für längere Eingaben.
  • Eingabeformat — optional. Legt fest, wie der Werttext gelesen wird, wenn er nicht deiner regionalen Schreibweise folgt — siehe Abschnitt Eingabeformat unten.
  • Validieren — bei Ein läuft der Wert durch die Standard-Feldvalidierung von BC. Bei Aus wird der Wert direkt zugewiesen. Validierungen feuern in Zeilen-Reihenfolge — eine Zeile, die von einer anderen abhängt, sollte später kommen. Bei Binärfeldern wirkungslos.

Eingabeformat

Zahlen und Datumsangaben aus einer XML- oder JSON-Datei kommen in der Schreibweise der Datei an, nicht in deiner. Auf einem System mit deutscher Regionseinstellung wird 1000.00 aus einer XML-Rechnung als einhunderttausend gelesen (der Punkt zählt als Tausendertrennzeichen), und ein kompaktes Datum wie 20260716 lässt sich gar nicht parsen. Die Spalte Eingabeformat löst beides: Sie legt fest, wie der Werttext interpretiert wird — unabhängig davon, unter welcher Regionseinstellung der Flow gerade läuft.

EingabeformatWofürBeispielwert
(leer)Werte bereits in deiner regionalen Schreibweise — der Standard, nichts ändert sich1.000,00 auf einem deutschen System
9 oder xmlXML-/JSON-Schreibweise für Zahlen, Datums-, Zeit- und Wahrheitswerte1000.00, 2026-07-16, true
Ein Datums-/Zeitmuster, z. B. yyyyMMddKompakte Datums- und Zeitangaben mit festem Aufbau20260716, 16.07.2026 mit dd.MM.yyyy

Muster bestehen aus den Bausteinen yyyy, yy, MM (Monat), dd, HH, mm (Minute), ss — jede Zifferngruppe hat eine feste Breite — plus wörtlichen Trennzeichen wie . oder -, die im Wert genau so vorkommen müssen. Muster funktionieren nur für Date-, Time- und DateTime-Felder.

Ein Wert, der nicht zum konfigurierten Format passt, bricht den Flow mit einem Fehler ab, der Wert, Feld und Format benennt. Ein stilles Zurückfallen auf die regionale Schreibweise gibt es bewusst nicht — eine falsch gelesene Zahl, die zufällig gültig aussieht, ist schlimmer als ein gestoppter Flow.

Binärfelder (Blob, Media)

In die Wert-Spalte eines Blob- oder Media-Feldes kannst du einen SmartField-Platzhalter setzen — typischerweise ein Token wie {{pdfBody}}, das ein vorgelagerter HTTP-Schritt mit einer heruntergeladenen Datei erzeugt. Der Schritt schreibt die Bytes direkt in das Zielfeld; ein separater Decoder oder eine Sonderoption ist nicht nötig.

Der Schritt akzeptiert drei Varianten:

  1. Ein SmartField mit Binärinhalt (z. B. die Response-Bytes eines HTTP-Schritts oder ein Output eines Dokumenten-Schritts). Die Bytes werden 1:1 geschrieben.
  2. Ein SmartField mit base64-Text (z. B. {{base64pdf}} aus einem Parser-Schritt). Der Text wird dekodiert und die resultierenden Bytes werden geschrieben.
  3. Literaltext in der Wert-Zelle. Ist der Text gültiges base64, wird er dekodiert; andernfalls landen die UTF-8-Bytes des Textes direkt im Feld.

Tipp: Wenn du eine Datei von einem externen Dienst lädst, bevorzuge den Binär-Body-Output des HTTP-Schritts (Variante 1). Das vermeidet einen base64-Umweg und funktioniert mit beliebigen Dateigrößen.

Felder vom Typ Record ID

Manche Tabellen verknüpfen über ein Feld vom Typ Record ID einen beliebigen anderen Datensatz – zum Beispiel Zuordnungs- oder Protokolltabellen. Um ein solches Feld zu befüllen, setze genau eine Datensatzreferenz in die Wert-Zelle: {{rec}} aus einem vorherigen Schritt „Datensatz einfügen" oder {{results}} aus einem vorherigen Schritt „Datensätze finden" (dabei wird der erste gefundene Datensatz verwendet). AutoFlow weist den referenzierten Datensatz direkt zu.

Alles andere – Text oder ein SmartField, das zu Text aufgelöst wird – stoppt den Flow mit einem Konvertierungsfehler, denn aus Text lässt sich keine Record ID bilden.

Outputs

NameTypBedeutung
recReferenzDer eingefügte Datensatz. Verwendbar als SmartField-Referenz in Folgeschritten — z. B. als Referenz-Eingabe eines folgenden Schritts „Datensatz ändern" oder „Datensatz löschen".

Hinweise

  • Automatisch vergebene Schlüssel. Mit aktiviertem Trigger ausführen vergibt BC SystemId und automatisch hochzählende Schlüssel selbst. Lass die entsprechenden Zeilen in der Feldwerte-Liste leer oder entferne sie, wenn du keinen festen Wert benötigst.
  • Trigger-initialisierte Felder überschreiben deine Werte. Mit aktiviertem Trigger ausführen läuft die Insert-Logik der Tabelle nach dem Anwenden deiner Feldwerte — auf Belegen stempelt sie Felder wie Belegdatum, Auftragsdatum und Buchungsdatum mit dem Arbeitsdatum und überschreibt damit deinen Wert (egal in welchem Format). Setze solche Felder stattdessen in einem nachgelagerten Datensatz ändern-Schritt auf dem rec-Output dieses Schritts; bei einem Modify läuft keine Insert-Initialisierung, und abhängige Felder (z. B. das Fälligkeitsdatum) werden konsistent neu berechnet.
  • Reihenfolge zählt. Bei aktivierten Validierungen kann das Validieren eines Feldes ein anderes überschreiben. Sortiere die Zeilen so, dass der gewünschte Wert zuletzt gesetzt wird.
  • Berechtigungen. Der Schritt läuft mit den Berechtigungen des Benutzers, der den Flow aktiviert hat — eigene Berechtigungsobjekte für den Schritt gibt es nicht.